TRAININGSPHILOSOPHIE

Positive Verstärkung, intrinsische Motivation, Autonomie, Wissenschaft, akademische Reitkunst, Energiearbeit und Gesundheit – das sind die Eckpfeiler meines Trainings. Darüber möchte ich die hier ein bisschen ausführlicher berichten.

Ich habe mich, wie wir alle wahrscheinlich, schon als kleines Mädchen zu Pferden hingezogen gefühlt. In der Nähe des Hauses meiner Eltern hatte ein Züchter über den Sommer seine Jungpferde auf großen Wiesen. Dort konnte ich stundenlang sitzen und diese wunderbaren Geschöpfe dabei beobachten wie sie ganz ruhig grasten oder aber über die Wiese tobten und miteinander spielten.

Vor einigen Jahren wurde mir immer bewusster, dass wir unseren eigenen Pferden genau diese Kraft und Ausstrahlung nahmen, in dem wir sie erzogen, bestraften und zwangen im Viereck „natürliche“ Bewegungen immer und immer wieder auszuführen. Den Bezug zur Natur sah ich dort nicht mehr. Meine eignen Pferde und auch die vieler Stallkollegen waren beim Reiten faul, träge und unwillig geworden und darüber hinaus hatten sie mit vielen körperlichen und seelischen Problemen zu kämpfen. Ich suchte nach Trainern und Inspirationen für einen neuen Weg und fand dies zum einen in der akademischen Reitkunst und der Arbeit nach Intrinzen. So konnte ich meine eigene Trainingsphilosophie entwickeln.

POSITIVE VERSTÄRKUNG

Härte und Bestrafung haben meiner Persönlichkeit schon immer widersprochen. Leider hinterfragt man die Welt in der man groß geworden ist erst, wenn Probleme auftauchen. Aber so kam ich zur positiven Verstärkung.

R+, ein Fachbegriff für die positive Verstärkung, bedeutet nicht zwangsläufig, das man seinem Pferd in jeder Sekunde ein Leckerchen ins Maul schiebt und nur noch mit seinem Clicker in der Hand durch den Stall läuft. Ich verstehe darunter viel mehr eine Art Lebensstil. Diese Art zu trainieren schenkt uns die Möglichkeit unseren Blick auf das zu richten, was eben positiv ist. Das können kleine Alltagsdinge sein, wie einen Huf zu geben oder sich aufhalftern zu lassen. Dadurch wird der ganze Blick auf das zusammensein mit unserem Pferd neu ausgerichtet und führt zu viel mehr Zufriedenheit und Freude miteinander.

Das Microshaping, was man Klassischerweise mit dem Clickern verbindet, kann dafür genutzt werden bestimmte Tricks beizubringen. Hat aber im Bereich der Schulung des Körpers und der Bewegungen bei mir nichts verloren. Hier baut die positive Verstärkung die Brücke zwischen extrinsicher und intrinsicher Motivation.

Positiv verstärkt kann man dann sowohl die Bodenarbeit, als auch das Reiten nach den Prinzipien der akademischen Reitkunst aufbauen.

JEMANDEN, DER DIR ZEIGT WIE TOLL DU AUCH DIE KLEINEN DINGE IM ALLTAG MACHST, DICH BESTÄRKT MUTIG VORAN ZU GEHEN UND DICH AUSZUPROBIEREN OHNE ANGST VOR STRAFEN.

Wünscht du dir sowas nicht auch manchmal?

Für dein Pferd kannst du genau jetzt zu dieser Person werden!

INTRINSICHE MOTIVATION

Sich zu bewegen einfach weil es sich gut anfühlt und einen Sinn hat – das möchte ich den Pferden schenken.

Wie hoch würdest du springen, wenn ich jetzt sage: Hüpf mal hoch? Du würdest wahrscheinlich einen kleinen Hüpfer machen und dich fragen, was das eigentlich soll. Genauso fühlen sich unsere Pferde viel zu oft auf dem Reitplatz. Alles ergibt nicht wirklich Sinn und im schlechtesten Fall bekommt der Mensch auch noch schlechte Laune und das Pferd versteht die Welt nicht mehr. Langfristig führt das zu fehlender Motivation und keinem Trainingserfolg. Eine ganz andere Situation wäre es für dich, wenn du einen Apfel an einem hohen Ast am Baum erreichen möchtest. Da würdest du sicher viel höher springen, oder? Dabei stellst du dann auch noch fest: Das kann ich ja verdammt gut mit dem Hüpfen und es fühlt sich richtig toll an. Das mache ich jetzt öfter! So kann man in etwa den Weg von der positiven Verstärkung zur intrinsischen Motivation beschreiben.

Ich möchte für die Pferde Aufgaben und Umweltbedingungen designen, die Ihnen helfen unsere Anforderung zu verstehen und sie motivieren eine Lösung zu finde, die zu ihrem Körper und ihren Fähigkeiten passt. Das ist im besten Falle, dass was ich erzielen wollte oder sie erfinden sogar noch etwas, was viel toller ist. So können die Pferde ein Bewegungsmuster in ihre Natur integrieren und diese auch außerhalb des Reitplatzes für sich nutzen, z. B. beim Spielen mit den Freunden. Insgesamt werden sie so viel resilenter, sowohl physisch als auch psychisch. Dafür ist wichtige Basis die Autonomie.

AUTONOMIE

Autonomie bedeutet nicht, dass das Pferd einfach zu jeder Zeit machen darf was es möchte. Es meint vielmehr, dass unser Pferd seine Grenzen und Bedürfnisse kommunizieren darf und diese zu jeder Zeit gehört werden. Andernfalls gerät das Nervensystem unter Stress – und zwar immer. In solchen Stresssituationen ist ein nachhaltiges Lernen nicht möglich, denn es geht nur darum diese Einheit zu überleben. Weiterhin sind die eignen Empfindungen und Grenzen immer subjektiv, auch für unsere Pferde. Außerdem ändern diese sich von Tag zu Tag. Wir als Trainer können uns nicht anmaßen, dass zu beurteilen und von unseren Pferden zu verlangen, dass sie Tag für Tag eine immer bessere Leistung bringen. Und du kannst dir sicherlich vorstellen, dass man auch viel motivierter ist, wenn man sich gehört und sicher fühlt. Vieles von dem, was ich dir gerade berichtet habe, basiert auf den neusten Erkenntnissen der Wissenschaft.

DAS PFERD IST DER HELD

und ich bin sein Begleiter

Mit Unterricht nach den Prinzipien der Akademischen Reitkunst helfe ich euch eine tiefe Bindung aufzubauen

WISSENSCHAFT

In den Trainingswissenschaften im Humanbereich gibt es viel Fortschritt und Professionalisierung. Man forscht an Lerntheorien, Bewegung, dem Nervensystem und vielem weiteren. Im Gegensatz dazu steckt unsere Pferdewelt in den Traditionen fest, die in den beiden Weltkriegen kreiert wurden unter völlig anderen Prämissen als heute. Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft ich den Satz gehört habe „Weil man das schon immer so macht.“.

Zu diesen Themen bilde ich mich stets weiter. So kann ich dir eine hohe Qualität an Unterricht bieten, der auch funktioniert. Die neusten Wissenschaftlichen Erkenntnissen lassen sich auch mit der akademischen Reitkunst verbinden.

AKADEMISCHE REITKUNST

Die akademische Reitkunst lebt im Gegensatz zu vielen Meinungen nicht in der Vergangenheit. Wir bedienen uns dem Wissen der alten Meister, wie Xenophon, Racinet, La Guerinere und vielen weiteren und verbinden sie mit dem heutigen Wissen über Biomechanik, Psychologie und Bewegungswissenschaften.

In der akademischen Reitkunst spielen die theoretischen Hintergründe eine enorm große Rolle. Nur so kannst du deine Werkzeuge verstehen und sie auch zum Wohle der Pferde einsetzen. Dabei ist das höchste Ziel das Pferd in seine Balance zu bringen und so zu kräftigen, dass es einen Reiter ohne Schaden tragen kann. Schau gerne mal auf der Seite der akademischen Reitkunst oder in der Facebook Gruppe „Freunde der akademischen Reitkunst nach Bent Branderup“ vorbei und informiere dich noch ausführlicher.

Ein elementares Werkzeug ist in der akademischen Reitkunst das Fühlen und die Verbindung zum Pferd.

FÜHLEN UND ENERGIE

Unsere Pferde kommunizieren neben ihrer Körpersprache hauptsächlich über Energien und Gefühle. Genau dahin möchte ich dich auch wieder zurückführen und dein Körperbewusstsein so schulen, dass du das wieder kannst. Denn wir Menschen sind unseren Pferden viel zu oft zu laut. Wenn du deine Hilfen und die Reaktion des Pferdes genau spüren kannst, kannst du die erarbeiteten Sachen auch ohne meine Hilfe allein nacharbeiten. Außerdem kannst du über das Spiel mit deiner eignen Energie dein Pferd zu einem ebensolchen einladen. So erarbeitet ihr euch eure eigne Geheimsprache und erreicht Leichtigkeit. Eine Grundlage dafür ist der gesunde Geist und Körper.

GESUNDHEIT

Schon meine Urgroßmutter war als Kräuterhexe im ganzen Ort bekannt und wusste alles mit dem richtigen Kraut zu heilen. Diese Leidenschaft scheint sie an mich weiter gegeben zu haben. Schon seit Teenagerzeiten fasziniert mich die Naturheilkunde. Heute bin ich Tierheilpraktikerin und Tierphysiotherapeutin. Aber auch schon vor dieser Ausbildung erweiterte ich mein Wissen in diesen Bereichen. Des Weiteren habe ich mittlerweile 5 Jahre Erfahrung in der Hufbearbeitung. Das Wissen habe ich mir durch Selbststudium, verschiedenste Weiterbildungen, durch Lehrer und viele Praktische Erfahrungen angeeignet. Dadurch kann ich dir ein ganzheitlichen Blick auf dein Pferd bieten, der weit über das normale Training hinaus geht. Denn für mich hängen all diese Themen zusammen und werden aber viel zu oft isoliert betrachtet – zum Nachteil deines Pferdes.

EINE NEUE REISE KÖNNTE FÜR DICH UND DEIN PFERD SCHON BALD BEGINNEN.

Dein Pferd ist bereit. Worauf wartest du noch?